Samstag, 25. Oktober 2014

[geListet] ► Quak des Monats: September 2014













Abgetaucht:
 ♠ Bücher: 6
 ♠ Seiten: 2.465
 ♠ Tages-Ø: 82 Seiten
 ♠ Frosch-Ø: 3.8
 ♠ Top: Phantasmen (Kai Meyer)
 ♠ Flop:-


Phantasmen (Kai Meyer)
In drei Tagen bist du wieder tot (Kelly Meding)
Trigger (Wulf Dorn)
♠ vergissdeinnicht (Cat Clarke)
♠ Der Krieg der Kinder (Maxime Chattam)
♠ Der Teufel trägt Prada (Lauren Weißberger)



Pegelstände: 

♠ SuB: +6-6 = 144
AAdSChallenge:
SuBAbbauExtrem:
Wälzer: +0 > 15
Weltenbummler: + Spanien | +0 Kontinente
ABC-Nachnamen: +0 >18
♠ ABC-Titel: +1 >17
♠ ABC-Vornamen: +2 >15


Geangelt:        
  1. "Silver Linings" (M. Quick) | Gekauft
  2. "Hohelied" (K. Scholes) | Gekauft
  3. "Lobgesang" (K. Scholes) | Gekauft
  4. "Sündenfall" (K. Scholes) | Gekauft
  5. "Vollendet" (N. Shusterman) | Gekauft
  6.  "Im Hause Longbourn" (J. Baker) | RE



Wie war das mit Hochmut und Fall? Was hatte mich mir im September nicht eifrig auf die Schulter geklopft, dass mein Monatsquak noch in der ersten Hälfte online gegangen ist und nun? Aber wie meistens habe ich fantastische Ausreden. Hat jemand zufällig ein bisschen Freizeit im Angebot? Ich würde eine doppelte Portion mit extra Frischluft nehmen . Das tolle Herbstwetter draußen darf ich nämlich von der falschen Seite der Fensterscheibe aus genießen und wenn ich dann irgendwann bei Nacht und Nebel doch noch nach Hause komme, dann ziehen mich nach neun, zehn, elf (...) Stunden pausenloser Uni-PC-Arbeit keine zehn Flusspferde mehr an den Laptop. Schade, dass Blogspot noch keine automatische Bleistift&Papier-zu-Arial&Post-Konvertierung eingeführt hat. Langer Quak, kurzer Sinn: ich hänge gnadenlos hinterher. Mit Rezensionen, Beiträgen, Blogrunden, FBM-Berichte lesen... Aber dafür bin ich immerhin ganz gut zum Lesen gekommen und von "Der Teufel trägt Prada" abgesehen, bei dem einfach nichts an Meryl Streep als Miranda Priestly heranreicht, abgesehen, kann ich mich nicht beschweren. Zu "Phantasmen" und "Trigger" - beides klasse Bücher - wird es noch Buchblubbs geben (Jaja, die froschigen Versprechungen *hust*) und zum Rest vielleicht ein Planschbecken. Ich muss dringend meine Rezi-Quote polieren. "In drei Tagen bist du wieder tot" war richtig geniale Urban-Fantasy mit einem tollen Konzept, einer toughen Heldin und - ihr werdet es nicht glauben - Gestaltwandlern, die schlicht und ergreifend die Bösen waren und blieben. Gut für mich, schlecht für die Reihe. Denn wo Werwesen nicht wahlweise zum Kuscheltierchen oder Horizontalspielzeug der Heldin taugen, da wird in den meisten Fällen einfach nicht weiter übersetzt. Oder kommt mir das nur so vor?

Challengetechnisch habe ich mich im September ganz ordentlich gehalten. SuB-Abbau ist zwar wie üblich für Anfänger, aber immerhin habe ich den Pegelstand gehalten und habe für AAdSUB die Glücksfee, das Extra-Buch UND den Uropa gelesen! Tschakka Außerdem kann mein innerer Weltenbummler-Lesefrosch nach "Phantasmen" nun auch Spanien als besucht notieren. Könnte also alles viel besser schlimmer sein.

Und da der Oktober auch fast schon wieder gelaufen ist, spare ich mir an dieser Stelle längere Ausführungen. Es gäbe ohnehin nicht viel zu quaken, denn zur FBM hat es mir leider nicht gereicht und damit ist eigentlich alles gesagt. Der einzige Lichtblick in diesem Monat wird wieder die alljährliche Halloween-Lesenacht bei Pizza und Keksen Obst und Karotten im Büchertreff, auf die ich mich schon froschkeksmäßig freue .
Und bei euch?


Mittwoch, 22. Oktober 2014

[BuchBlubb] ► Tour d'amour (Elizabeth Bard)



Luft?
Liebe?
Schokoladensouflée!
♠EN: Lunch in Paris
♠Verlag: Blanvalet (2010)
♠Seiten: 416
♠Genre: Romantik
♠Reihe: -

Es sollte nur ein Wochenendbesuch in Paris werden, doch plötzlich hat die junge Amerikanerin Elizabeth gleich zwei leidenschaftliche Liebesaffairen: eine mit dem gut aussehenden Franzosen Gwendal und die andere mit französischem Essen. Sie packt ihre Sachen und zieht in die Stadt der Liebe, doch der Kulturschock ist immens. Kann ein Land, in dem Frauen scheinbar nichts essen, Menschen an ihrem Talent für das Ausnehmen eines Fisches gemessen werden und Schokoladensoufflés nur bei anderen gelingen die richtige Wahl sein? Kann eine Stadt, in der gutes Gebäck nicht unter einer Wartezeit von 30 Minuten zu bekommen ist und mürrische Metzger die Crème de la Crème des Viertels sind wirklich ihr Zuhause werden? Um Gwendals und ihrer selbst Willen tut Elizabeth alles, um ihren französischen Traum wahr zu machen. Doch schließlich ist es nicht nur die Liebe, sondern vor allem die französische Küche, die ihr Stück für Stück das Tor zur Pariser Seele öffnet.


1st: >> Ich habe mit meinem französischen Ehemann nach der Hälfte unserer ersten Verabredung geschlafen. <<






Angeschwemmt... wurde das Buch beim diesjährigen ME-Flohmarkt. Ich kann so vielem manchem widerstehen. Aber einem ganz zauberhaft aufgemachten Eiffelturm-Cover samt amphibisch angehauchtem Untertitel? Keine Chance und das noch bevor ich wusste, dass auch jede Menge toller Rezepte enthalten sind.

Abgetaucht... bin ich ganz untypisch für meine sonstigen "Oh, guck mal das tolle Cover"-Spontankauf-Flops nicht nur ohne Schwierigkeiten, sondern auch von Anfang an schwer beeindruckt. Bei Stichworten wie "Paris", "(Französische) Küche" oder "Froschprinz" kein Wunder? Nein, es lag nicht nur an Setting und Thema, dass mir die Geschichte so gut gefallen hat. Verliebt habe ich mich hier zuallererst und ganz besonders in den Schreibstil. Die Autorin ist gebürtige Amerikanerin mit Wahlheimat Paris und genau so schreibt sie: mit amerikanischem Humor und französischem Charme. Ob auf dem Markt, entlang der Seine oder im Würstchen-Restaurant, jeder Part der szenenhaft erzählten Geschichte strotzt nur so vor Lebendigkeit, Witz und Herz! Es steckt viel Elizabeth Bard in den Beschreibungen und mit ihrem manchmal rein unterhaltsamen, manchmal fast schon philosophischem Humor und einem insgesamt qualitativ sehr hochwertigen Stil konnte sie mich völlig überzeugen. Man bekommt als Leser ein Gefühl für die Szenerie und in der Beschreibung von Cafés, Küchen oder französischem Essen steckt eine schlichtweg wundervolle Atmosphäre. Außerdem spielt das Buch gekonnt mit Klischees und nimmt Amerikaner, Europäer und (Nicht)Pariser Franzosen gleichermaßen liebevoll auf die Schippe, was mich oft genug zum Schmunzeln und Lachen gebracht hat.

Badegäste... sind der Autorin selbst und Personen aus ihrem Leben nachempfunden. Inwieweit, das lässt sich schlecht beurteilen, während des Lesens aber umso besser verdrängen. Ohne diese Hintergrundinfo hat man nämlich einfach eine Palette an unglaublich sympathischen Charakteren. Alle ein bisschen verrückt, alle ein bisschen überzeichnet, aber alle zum Gernhaben. Da ist zum einen die Protagonistin selbst. Als amerikanische Touristen kam sie, sah sie und wurde besiegt. Vom gut aussehenden Gwendal mit seiner Pasta danach, vom Pariser Flair, von Luft und von Liebe. Nur ist das erst der Anfang. Post-Umzugshürden - und die sind zahlreich - nimmt sie aber mit so viel Humor, Frust und kindischer Freude, dass man sie einfach mögen muss. Elizabeth ist einfach mitten aus dem Leben gegriffen und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Auch die Nebencharaktere mochte ich sehr gerne. Dieses Buch hat die tolle Eigenschaft, das Scheinwerferlicht immer wieder auch vorteilhaft auf die kleinen Leute zu richten. So lernt man mit der Zeit nicht nur Elizabeths Eroberung kennen, sondern vom mürrischen Hackebeil-Metzger über die Schwiegermutter mit Bikini-Figur bis zum "Isch verschtehe sie nischt und will sie auch nischt verschtehen"-Makrelen-Verkäufer eine ganze Reihe schrulliger Charaktere lieben. 

Schwimmzüge... werden vom deutschen Titel ausnahmsweise wunderbar beschrieben. Dieses Buch ist wirklich eine "Tour d' amour", aber gleichzeitig steckt so viel mehr als das klassische "Prinzessin küsst Frosch und wenn sie nicht gestorben sind..." darin! Da ist nicht nur Liebe zum Traumprinz, sondern zu Paris, gutem Essen und Genuss, zum Leben, den eigenen Träumen und sich sich selbst und so vielem mehr. Elizabeth Bard hat keinen reinen Unterhaltungsroman geschrieben, sondern Lebensweisheiten und Rezepte, für die mancher Kochbuchautor morden würde, gratis dazugepackt. Die Autorin erzählt hier vor dem Hintergrund einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte von Selbstverwirklichung, (Sprach-)Barrieren und dem täglichen Kampf um das beste Gebäck. "Tour d' amour" kreiert aus Romantik, Familiengeschichte, Liebe zu gutem Essen und "Französisch für Anfänger"-Humor eine kleine Delikatesse, die sich Freunde leichter, aber keinesfalls leerer Unterhaltung nicht entgehen lassen sollten.
 

Lieben und Leben in Paris, großzügig gewürzt mit Humor und Rezepten. Eine Delikatesse für Genussleser!

Inhalt: ♥♥♥♥ || Atmosphäre: ♥♥♥♥♥ || Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache: ♥♥♥♥ || Aufmachung: ♥♥♥♥♥
Lesespaß: ♥♥♥♥♥
22.10.2014